Nützliches rund um LT
Servicewüste Deutschland? Nicht mit uns !!! Alles, was man als Fahrer eines Moppeds so gebrauchen kann, findet ihr auf dieser Seite ...

z.B. Abstimmanleitungen, Schaltpläne
Formulare, Tabellen usw.
Wissen

  dein spezieller Service

Werkstattauftrag

Wenn du Teile zum Bearbeiten oder einen Motor zu Regenerierung einschickst, so fülle bitte den Werkstattauftrag aus und lege den Zettel im (gut gepolsterten) Paket bei:
https://www.langtuning.de/Shop2/mediafiles/Sonstiges/Werkstattauftrag_LT.doc
https://www.langtuning.de/Shop2/mediafiles/Sonstiges/Werkstattauftrag_LT.pdf

Anleitung Zylindermontage

Vor der Montage unserer LT-Zylinder oder jedes anderen Simsonzylinders ist unbedingt unsere Montageanleitung zu lesen:
https://www.langtuning.de/Shop2/mediafiles/Sonstiges/Montageanleitung_zylinder.pdf

Abstimmanleitung Motoren

Ist der Zylinder montiert oder willst du einen LT-Motor in Betrieb, hilft dir unsere Motorenanleitung zur problemlosen Inbetriebnahme und ermöglicht langanhaltenden Fahrspaß:
https://langtuning.de/Shop2/mediafiles/Sonstiges/Motorenanleitung.pdf

Rennmotoren

Bei Rennmotoren ist die Leistung maximal ausgereizt, darum gilt hier besonderes Augenmerk auf eine saubere Abstimmung:
https://www.langtuning.de/Shop2/mediafiles/Sonstiges/Abstimmanleitung.pdf

Schaltpläne

Egal ob Elektronik-Zündung oder Vape, sehr detailiert Schaltpläne für Simson gibt es hier:
http://www.moser-bs.de/Simson/simson.html

Mikuni Tabelle

Umrechnung von Mikuni-Durchmessern in metrische Standarddurchmesser:
https://www.langtuning.de/Shop2/mediafiles/Sonstiges/mikuni.pdf

Montage LangTuning Kalottenset

https://www.langtuning.de/Shop2/mediafiles/Sonstiges/Montageanleitung_Kalotte.pdf

Montage Wasserpumpe

https://www.langtuning.de/Shop2/mediafiles/Sonstiges/wapubeschreibung.pdf

Montage Ignitech

Zur Installation und Inbetriebnahme der Ignitech gibt es hier die LT-Anleitung und die passende Software (Windows):
https://www.langtuning.de/Shop2/mediafiles/Sonstiges/Ignitec2.pdf

Ingitech Software 6/2012
https://www.langtuning.de/Shop2/mediafiles/Sonstiges/dccdip_v92.exe

Abstimmanleitung für Tuningzylinder der Firma LangTuning © (Stand: 11/2013)

Übersicht:
1.) Luftfilterumbau
2.) Auspuffumbau
3.) Vergaser
4.) Einfahren
5.) Zündung
6.) Fahrwerk
 

Luftfilterumbau

1. Luftfilterumbau für S51
Für die 100%-ige Funktion eines Tuning Zylinders MUSS der Luftfilter richtig umgebaut werden, damit ausreichend Luft angesaugt werden kann. Dafür ist eine zusätzliche Lufteintrittsöffnung in den Luftfilterkasten einzubringen. Die beste Stelle der Zusatzöffnung ist oberhalb des Elektronikbausteins bis hin zur Originaleintrittsöffnung unter der Sitzbank. Der Querschnitt sollte 40 Quadratzentimeter nicht unterschreiten und das Gehäusemittelteil (Herzkasten) muss auf der rechten Seite vollständig leer sein. Steuerteile, Regler usw. sind auf der Zündschloss Seite unterzubringen.
Die Platte mit der originalen Luftfilterpatrone ist vollständig herauszubauen und durch einen FILU Luftfilter zu ersetzen, der entsprechend umgebaut sein muss. Wie das genau geht, steht in dieser Anleitung.

Luftfilterumbau Simson S51 Bei allen Zylindern mit Membransteuerung muss der originale Herzkasten umgebaut werden. Als Ansauggummi empfehlen wir unseren Ansaugschlauch, damit wird eine flexible und dichte Anbingung an den Herzkasten gewährleistet.
Die originale Ansaugöffnung muss aber bearbeitet werden, es muss ein Loch von ca. 58mm Durchmesser gefräst oder gefeilt werden. Der Ansauggummi hat ca. 60mm Außendurchmesser und sitzt damit schön straff und dicht im Herzkasten.
Beim LTM85 muss das Loch nach links unten erweitert werden. Am besten den Motor in das Fahrwerk einbauen und mit etwas Pappe/Papier um den Vergaser gewickelt die genaue Position des Loches bestimmen.

Der normale Luftfilter allein reicht auch nicht mehr aus, die Ansaugfläche ist zu klein und drosselt massiv an Leistung. Deswegen wird die maximale Filterfläche herausgeholt, indem man die Trennwände ausfräst und dabei noch ca. 1cm Rand stehen lässt. Aus unserem Filtermaterial werden passende Filterstücke zurechtgeschnitten und mit Silikon aufgeklebt. Hinweis: Die Klebeflächen müssen vorher mit Schleifpapier angerauht und mit Bremsenreiniger gründlich entfettet werden.
Vor allem für den MX- und Offroadeinsatz sollte das Filtervlies regelmäßig mit Luftfilterspray benetzt werden.

Hinweis: Ein Faltenbalg sollte nicht verwendet werden, durch die permanente Verjüngung wird der effektive Ansaugdurchmesser zu stark begrenzt.

2. Luftfilterumbau für Roller SR50
Den Luftfilterkasten herausbauen und in zwei Teile zerlegen. Die mittige Trennwand, die den Luftstrom vor dem Ansauggummi von innen blockiert, so weit wie möglich entfernen. Den Lufttrichter unter der Luftfilterpatrone entfernen. Vor dem Zusammensetzen des Kastens, den Dichtrand mit etwas Fett einschmieren.

Aus der originalen Luftfilterpatrone wird das ganze Innenmaterial entfernt. Dazu wird der umgebördelte Rand der Patrone auf einer Seite aufgebogen sodass man das Metallgitter sowie die Filtermatte entnehmen kann. An Stelle des alten Filtermaterials wird Filterflies eingesetzt, das man sich bequem mit der Schere passend zurecht schneiden kann. Dann wird das Gitter eingesetzt und der Rand wieder umgebogen.

3. Luftfilterumbau für Schwalbe
In den Ansauggummi sind drei ca. 4 cm große Löcher einzubringen. Die Löcher sollten oberhalb des Ansauggummis angebracht werden. Dann wird der Ansauggummi komplett mit einer Feinstrumpfhose aus 97 - 100% Polyamid umspannt und vorn und hinten mit PVC Klebeband umwickelt und befestigt, damit der Strumpf nicht zusammenrutscht. Die restliche Strumpfhose wird auf beiden Seiten abgeschnitten. Die Originalluftfilterpatrone wird nicht verändert und wie im Originalzustand mit Feder eingebaut, denn der Vergaser bekommt durch die Zusatzöffnungen die benötigte Mehrluft. Zur Geräuschdämmung kann man innen an den Tunnel vollflächig eine 2cm dicke Schalldämmmatte aus Schaumgummi ankleben, wie man sie bei Lautsprecherboxen verwendet. Diese bekommt man in jedem Elektronik- oder Carhifi Fachgeschäft.

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Originalauspuff - Umbau zum AOA1 und AOA2

1. Auspuffumbau
Das Mittelteil des originalen Auspuffes wird nicht verändert. Das 16mm Endrohr der Tüte besitzt innen eine Engstelle die unbedingt beseitigt werden muss! Als beste Methode hat sich erwiesen die Tüte auf den Tisch zu stellen und einen spitz angeschliffenen 16mm Bolzen von oben hineinschlagen, bis die Engstelle einen 16mm Durchgang besitzt. Man kann auch einen 16mm Bohrer nehmen und einfach diese Stelle aufbohren. Wenn das Endrohr gekürzt oder ganz entfernt wird, verschlechtert sich die Leistung enorm und der Auspuff wird deutlich lauter. Daher sollte das Endrohr immer vorhanden sein, wie auch der originale Gegenkonus im Mittelteil des Auspuffes. KEINE IMPORTAUSPUFFE VERWENDEN DIE NUR EIN PRALLBLECH BESITZEN!

Der originale Schalldämpfer besitzt zwei Dämpferplatten mit verschiedenen Rohrdurchmessern. In der ersten Platte ist ein 16mm Rohr eingesetzt. Diese Platte wird nicht verändert! In die zweite Schalldämpferplatte ( mit 15mm Rohr ) müssen zwei 10mm Löcher gebohrt werden. Diese sollten so nah wie möglich am Rand des Schalldämpfereinsatzes platziert werden, da der Auspuff dadurch deutlich leiser wird.

2. AOA1
Der Krümmer mit Innendurchmesser 25mm wird an der Auspuffaufnahme 7cm gekürzt. Es bleiben somit ca. 2cm bis zur Krümmung stehen, damit der Auspuff gut aufgenommen werden kann.

3. AOA2
Der Krümmer mit Innendurchmesser 25mm wird oben am Bördelrand 2,5cm und unten 7cm gekürzt. Dann dreht man den S51 Krümmer um und bördelt ihn genau an der anderen Seite! Somit bekommt der Auspuff eine bessere Lage und stößt nicht an den Fussrastenträger an. Auch bei der KR51 gibt es so keine Probleme mit der Fussbremse.
Das Bördeln kann man mit einem Hammer am Schraubstock und etwas Geschick selbst machen. Die Krümmermutter muss über die neue Bördelkante gehen. Die Fläche die am Gewinde anliegt muss mit einer Flachfeile geplant werden! Wer keine Möglichkeit zum selberbauen hat, kann sich auch einen fertigen AOA2 Krümmer bestellen. Der Vorteil liegt am angeschweißten Bördelflansch, sodass dieser absolut plan ist und definitiv nicht mehr abreißen kann, was beim Selbstbördeln durchaus passieren kann.

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Auspuff Montage (Resonanzauspuff S60-S90 und LTM)
Um die Schweißnaht, wo der Gegenkonus eingesetzt ist ( ca. 15cm vor der Tüte ) ist eine Auspuffschelle anzubringen (im Lieferumfang enthalten). Es sollte ein halber Gummirundring von der Tüte mit eingelegt werden, damit die festgezogene Schelle sich nicht drehen kann.
Dann entfernt man die Soziusfußraste und montiert dort einen Verbindungsgummi oder eine lange M8 Schraube. Der Auspuff darf hinten noch nicht befestigt werden! Es wird erst die Krümmermutter richtig angezogen, damit der Krümmer am Auspuffgewinde vollkommen plan anliegt. Dabei erhält der Resonanzauspuff seine richtige Lage. Erst dann fertigt man sich ein Verbindungsblech ca. 6 - 7 cm lang versehen mit zwei Bohrungen 6,5mm & 8,5mm. Die Löcher müssen so justiert werden, dass der Auspuff nicht auf Spannung sitzt.
Wenn die M8 Schraube in der Fußrastenstrebe ausreichend lang ist, dann kann man die Soziusfußraste wieder mit befestigen. Bei den Resonanzauspuffen S90 Spezial, LTM85 und LTM105 ist ähnlich zu verfahren.

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Vergasereinstellung

1. Schwimmerstand einstellen
Die 15er Einlassdüse im Schwimmernadelventil ist gegen eine 20er Düse zu ersetzen, damit das Benzin schnell nachläuft und der Schwimmerstand sehr niedrig eingestellt werden kann. Wenn die 20er Düse eingesetzt ist, sollte der kleine Bolzen am Einlassventil ( ca. 1,5mm lang ) am Schleifbock ganz langsam ca. 1mm abgeschliffen werden so, dass noch 0,5mm stehen bleiben. Damit erreicht man eine exaktere Einstellung des geschlossenen Schwimmerstands.
Bevor der Schwimmer eingestellt wird, sollte die Nase die das Einlassventil schließt mit einer Zange flach gebogen werden, damit sie genau waagerecht zum Einlassventil steht. Am Schwimmer wird der offene und der geschlossene Zustand eingestellt. Dazu den Vergaser mit dem Schwimmer nach oben halten.

Einstellen des geschlossenen Zustandes: Oberkante Schwimmerkugeln = Höhe Dichtfläche für Schwimmerwanne.
Einstellen des offenen Zustandes: Jetzt den Vergaser mit dem Schwimmer nach unten halten. Unterkante Schwimmerkugeln = Höhe Hauptdüse.

Die Einstellung kann überprüft werden, indem man die Schwimmerwanne wieder vollständig montiert und (mit Hilfe eines kurzen Stücks Benzinschlauch) in den Benzinstutzen hineinbläst. Die Vergaserwanne muss dabei nach unten zeigen. Geht leicht Luft hinein, so stimmt die Einstellung. Jetzt den Vergaser mit der Wanne nach oben halten und wieder hineinpusten. In dieser Stellung ist es bei exakter Einstellung des Schwimmers nicht möglich, Luft hinzupusten.

2. Hauptdüse festlegen
Die Hauptdüse ist entscheidend für das Fahren bei Vollgas. Wenn sie nicht stimmt, ist auch die Beschleunigung schlecht, da man kein Vollgas geben kann. Die beste Hauptdüse wird wie folgt ermittelt:
Man fährt mit Halbgas bei ca. 6000 U/Min und gibt dann Vollgas. Wenn der Motor gut weiter beschleunigt, ist sie optimal. Die Hauptdüse ist perfekt, wenn mit ihr die beste Höchstgeschwindigkeit erreicht wird und die Kerzenfarbe rehbraun ist. Schnarcht der Motor bei diesem Test und man zieht den Schock, wobei der Motor dann besser läuft, ist die Hauptdüse zu vergrößern! Wenn der Motor stottert und beim Ziehen des Schocks sich noch alles verschlechtert, ist eine kleinere Hauptdüse zu verwenden. Die Düse immer nur in 5er Schritten ändern. Sollten alle Tests keinen Erfolg bringen, kann es auch sein, dass die Nadelstellung zu tief ist und beim Vollgasfahren nicht genug Benzin durch den Düsenstock lässt.

3. Nadelstellung festlegen
Bei allen LT Zylindern wird eine 09er Nadel verwendet. Grundeinstellung - oberhalb vom Nadelblättchen ist eine Kerbe frei. Sollte der Motor sich beim Gasgeben verschlucken und auch das Einstellen der Umluftschraube nichts bringen, dann muss die Nadel etwas höher gehängt werden. Die beste Einstellung muss jeder selbst herausfinden, da jeder Vergaser etwas anders auf die Nadelstellung reagiert.

4. Umluftschraube einstellen
Für gute Gasannahme stellt man die Umluftschraube wie folgt ein:
Den Motor bei etwas erhöhter Drehzahl halten und die Umluftschraube langsam herausdrehen. Die Drehzahl nimmt dabei ständig zu. Merkt man dann, das die Drehzahl nicht weiter steigt und der Motor unregelmäßig läuft, dreht man eine ganze Umdrehung zurück. Das wars schon.
 

Einfahren

1. Allgemein
Motoren und Zylinder mit hochwertigen Kolben sind von Anfang an vollgasfest. Für möglichst lange Haltbarkeit und um Montage- bzw. Abstimmfehler auszuschließen lohnt sich aber das Einfahren der Motoren. Dafür gibt es keine Schritt-für-Schritt-Anleitung, sondern nur ein paar Grundregeln, die für jeden Motor zu beachten sind: Die ersten 5 bis 10km sehr aufmerksam fahren, immer eine Hand an der Kupplung und ein Ohr am Motor. Klingt der Motor gesund und läuft schön rund ist davon auszugehen, dass alles stimmt und es zu keinen weiteren Problemen kommt. Jetzt kann der Motor 50 bis 100km eingefahren werden. Den Motor immer gut warmfahren und dann in einer ruhigen, aber nicht schleichenden Fahrweise bewegen. Lediglich lange Vollgasfahrten (Landstraßen) und sofortige Belastung kalter Motoren sind zu vermeiden. Die einzelnen Gänge können unter steigender Belastung ausgefahren werden. Sehr geduldige Fahrer können auch durchaus 200 km einfahren, bei originalen Simson-Zweiringkolben ist das auch zu empfehlen, allerdings darf der Motor nicht zu lange und auch nicht zu schleichend eingefahren werden, da er sonst nicht mehr richtig ausdreht. Sehr wichtig ist eine leicht fette Bedüsung (Hauptdüse eine Nummer größer), Gemisch 1:25 bis 1:33 und hochwertiges Öl (Motul800 oder Addinol PolePosition HighSpeed 2T), damit werden optimale Bedingungen für eine lange Haltbarkeit geschaffen. Zur Überprüfung sollte regelmäßig die Zündkerze kontrolliert werden, die Kerzenfarbe sollte stets rehbraun oder etwas dunkler sein. Die Überprüfung immer nach einer Vollgasfahrt machen, und dann sofort den Motor ausschalten. Kerzenfarben nach einer gemütlichen Stadtfahrt oder erst zu Hause kontrollieren ist nicht aussagekräftig genung, da das Kerzenbild wieder verfälscht wird.

2. Rennmotoren
Bei Rennmotoren verkürzt sich die Einfahrphase erheblich und es ist nach unserer Abstimmanleitung für Rennmotoren vorzugehen: Die erste Fahrt sollte nicht länger als 5 Minuten dauern. Vor der ersten Fahrt sollte man den Motor ca. 3 mal warmlaufen lassen, und dazwischen wieder abkühlen lassen. Das reicht zur Einlaufphase erst einmal aus. Anschließend ist darauf zu achten, die ersten 30 Minuten den Motor nicht regelmäßig an sein Drehzahlmaximum zu bringen. Nach dieser Zeit ist der Motor fertig eingefahren.

3. Probleme
Dreht der Motor auf den ersten Kilometern nicht richtig, läuft träge, hält kein Standgas oder klemmt, ist davon auszugehen, dass irgendetwas nicht passt und es ist mit weiteren Problemen zu rechnen!
Erfahrungsgemäß sind es oft ein falscher Zündzeitpunkt, zu mageres Gemisch, falsches Öl oder Nebenluft, die zu Klemmern führen.
Je nachdem wie stark der Kolben geklemmt hat, kann man entweder gleich weiterfahren, die Klemmspuren beseitigen oder es wird ein Neuschliff fällig.

4. Schiebebetrieb
Auf leicht abfallender Strecke und besonders bei Bergabfahrten sollte unbedingt darauf geachtet werden, das Gas nicht zuzudrehen. Als Zweitakter wird das Moped mit geschlossenem Gasschieber nicht viel langsamer, aber dem Zylinder fehlen Frischgas zur Kühlung und vor allem Öl zur Schmierung.
Deshalb sollte bei fallender Strecke immer mind. Halbgas gegeben werden und dafür gebremst werden (Vor allem mit der Vorderbremse, damit der Mitnehmer im Hinterrad nicht erhitzt wird). Kupplung ziehen ist keine Lösung, da dadurch die Kupplung stark verschleißt.
Ist der Motor fertig eingefahren und mit gutem Öl betrieben funktioniert der Motor auch kurz- und mittelfristig im Schiebebetrieb zuverlässig. Bei langen Serpentinen und Passstraßen sollte hingegen wieder Halbgas gegeben und gegengebremst werden.
 

Zündung

1. Allgemein
Wir emfehlen für alle unsere Motoren entweder eine Vape-Zündung oder die PVL. Natürlich funktionieren zum Teil auch die Serienzündungen, gerade für Sportzylinder. Aber da die Zündungen meistens zwischen 20 und 40 Jahre alt sind gibt es erfahrungsgemäß mit den Serienzündungen über kurz oder lang Probleme. Daher ist ein Umstieg auf Vape/ PVL immer lohnenswert, vor allem da die Rotoren feingewuchtet und leichter sind und somit auch die Belastung für Kurbelwelle, Lager und Getriebe sinkt.

2. Zündzeitpunkt Elektronik &Unterbecher-Zündung
  • S51 bis S100 Motor mit 44mm Hub: 1,8mm vor OT
  • S50 & KR51/1 Motor mit 39,5mm Hub: 1,5mm vor OT

Die Unterbrecher-Zündung muss bei beginnen des öffnen von dem Unterbrecher eingestellt werden. Der maximale Unterbrecherabstand darf 0,35 bis 0,4mm betragen.

Die Zündung muss mit einer Messuhr eingestellt und die Einstellung durch abblitzen mit einem Stroboskop überprüft und ggf. korrigiert werden.

3. Vape-Zündung:

  • S51 bis S100 Motor mit 44mm Hub: 1,5 bis 1,6mm vor OT
  • S50 & KR51/1 Motor mit 39,5mm Hub: 1,3mm vor OT

Die Zündung muss mit einer Messuhr eingestellt und die Einstellung durch abblitzen mit einem Stroboskop überprüft und ggf. korrigiert werden.

Es muss zusätzlich ein 3mm Massekabel von der Zündspule an die Motormasse gelegt werden.

Um ein verdrehen der Zündung zu verhindern, sollten die LT-Haltekrallen (Art.: 2682) verwendet werden

4.PVL Rennzündung

  • S51 bis S100 Motor mit 44mm Hub: 1,7mm vor OT
  • S50 & KR51/1 Motor mit 39,5mm Hub: 1,5mm vor OT

Die Zündung muss mit einer Messuhr eingestellt und die Einstellung durch abblitzen mit einem Stroboskop überprüft und ggf. korrigiert werden.

Es muss zusätzlich ein 3mm Massekabel von der Zündspule an die Motormasse gelegt werden.

Um ein verdrehen der Zündung zu verhindern, sollten die LT-Haltekrallen (Art.: 2682) verwendet werden.

Hinweis zur PVL
Aufgrund der Verstellkurve der PVL ist für alle Motoren mit 44mm Hub der Zündzeitpunkt auf 1,7mm vor oberen Totpunkt einzustellen und abzublitzen. Außnahmen bilden nur Motorn mit anderem Hub.

Um die Zündung einzustellen, muss eine neue Markierung gesetzt werden. Sie liegt ca. 2mm rechts von der original Markierung oder ca. 1mm rechts von der Umrandung der original Markierung.
Das ist aber nur eine Grobeinstellung und muss auf jeden Fall mit einem Stroboskop genau geprüft werden.













4. LT Service
Bei allen Komplettmotoren oder Regenerationen bauen wir die Zündung kostenlos mit ein, stellen den Zündzeitpunkt exakt ein und blitzen die Zündung mit ab. Das gilt sowohl für angelieferte Zündungen als auch für Zündungen, die bei uns im Shop gekauft werden. Schickt ihr also einen Motor zu uns ein, legt die Zündung (am besten inkl. Zündspule [und Steuerteil, falls vorhanden]) mit bei und wir montieren alles in bewährter LT-Qualität.
 

Fahrwerk

1. Allgemein
Da mit steigender Leistung auch die Belastung des Fahrwerkes steigt, sollten auch hier Anpassungen vorgenommen werden. Die originalen Gummibuchsen der Motor- und Schwingenhalterung müssen gegen Teflonbuchsen ersetzt werden: Teflonbuchsen.
Der hintere Ruckdämpfer ist durch unseren verstärkten Hinterradmitnehmer zu ersetzen. Wichtig: Die Hinterradbremse muss so eingestellt werden, dass sie im unbetätigten Zustand auf keinen Fall schleift. Die Hinterradnabe darf nicht abgedreht werden, die Kühlrippen leiten die Bremswärme ab.
Originale Ketten sind auch bei Mehrleistung überfordert, deswegen sollte bei allen Tuningmotoren unsere verstärkte Kette verbaut werden, für den Rennbetrieb empfehlen wir unsere Ketten superverstärkt. Trotz der 420er Norm passen die Ketten auch auf die Simson-Ritzel. Für optimale Haltbarkeit empfehlen wir unsere speziellen 420er Ritzel.